Frankfurt am Main · Wiesbaden28.09.–10.10.2026

GegenBuchMasse

Programm
2026

Lesungen, Gespräche und Debatten jenseits des Mainstreams. 17 Veranstaltungen an sieben Orten – der Eintritt ist frei.

Programm

September / Oktober 2026

01
Montag
28.09.26
19:30 Uhr

Zukunft ohne Grenzen

Ideengeschichte und Gegenwart der Grenzziehungen

OrtCafé ExZess, Leipziger Straße 91, Frankfurt/Main

Veranstalter*innenP.A.C.K. & edition assemblage

Lesung / GesprächAlissa Starodub

Die Grenze zwischen dem ausbeutbarem Außen und den Zonen des Wohlstands ist keine einfache Linie. Sie ist ein geopolitischer, ökonomischer, sozialer und ökologischer Mechanismus, der selbst in den kleinsten Ghettos, ständig neue Grenzen produziert. Diese Grenzen etablieren sich mit umso mehr Gewalt, je näher sie aneinander rücken. Doch wer will schon eine Zukunft, in der es zum Alltag gehört mit einer Knarre knappe Wasservorräte gegen die Nachbarschaft zu verteidigen?

An einer geopolitischen Grenze zwischen zwei Nationalstaaten situiert, zeigt das Buch erzählerisch, dokumentarisch und detailreich die diversen Facetten der Gewalt der Grenzziehung auf.

Zwischen Theorie und Praxis werden dabei auch Kampftechniken gegen die Mechanismen der Grenzziehung abgebildet.

Diskutieren werden wir vor allem ihre konkreten Anwendungsmöglichkeiten im Alltag und die sich daraus ergebenden Überlegungen zu politischem Engagement gegen Festung Europa. Dabei wird sowohl von der Aktualität entlang geopolitischer Grenzen an Migrationsrouten durch Europa berichtet als auch an theoretischen Fragestellungen zur Abschaffung aller Grenzen gestreift: Grenzen zwischen Menschen und „Natur“, Tieren, Pflanzen, ...; Grenzen zwischen Menschen und Grenzen zwischen Menschen und Nationalstaaten, sowie Grenzen zwischen Nationen und anderen Zugehörigkeiten.

02
Montag
05.10.26
19:30 Uhr

Zurück in den Hinterhof

Die USA und Lateinamerika

OrtCafé ExZess, Leipziger Straße 91, Frankfurt/Main

Veranstalter*innenP.A.C.K. & Mandelbaum Verlag

Lesung / GesprächTobias Lambert

Im Januar dieses Jahres entführte das US-Militär den venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro. Dessen Nachfolgerin Delcy Rodríguez kooperiert seitdem politisch und wirtschaftlich eng mit der US-Regierung unter Donald Trump. Doch geht es nicht nur um Venezuela und seine Rohstoffe. Trump droht auch anderen Ländern der Region, mischt sich in Wahlkämpfe ein und setzt dabei auf eine enge Kooperation mit ihm wohlgesinnten Regierungen. Als Imperium mit schwindender Hegemonie wollen die USA die gesamte Region in die klassische Hinterhofrolle zurückdrängen und externe Mächte wie China verdrängen. Kurzfristig scheint dies aufzugehen. Doch wird diese Dominanzpolitik notgedrungen Widerstand erzeugen.

In seinem Buch „Zurück in den Hinterhof“ (Mandelbaum Verlag) gibt Tobias Lambert einen kompakten Überblick über die Beziehung zwischen den USA und ihren südlichen Nachbarländern. Der Autor stellt das Buch vor und geht auf aktuelle Entwicklungen ein.

03
Dienstag
06.10.26
19:30 Uhr

Sichere Häfen

Städte als Zuflucht

OrtCafé ExZess, Leipziger Straße 91, Frankfurt/Main

Veranstalter*innenSeebrücke Frankfurt, Resqship e.V., P.A.C.K., LinksRoom e.V. & Edition Nautilus

Lesung / GesprächVolker M. Heins

Der politische Kampf für Städte, die fliehenden Menschen Schutz bieten, vereint ganz unterschiedliche Akteurinnen – migrantische, feministische, religiöse und gewerkschaftliche Bewegungen –, die gemeinsam für eine inklusivere Gesellschaft eintreten. Doch wie sieht dieser Kampf genau aus? Inwiefern ist er ein Mittel gegen den anhaltenden Rechtsrutsch? Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gibt es zwischen Städten in den USA, Europa und Afrika? Und wie können Städte wie Frankfurt oder Wiesbaden zu Laboratorien einer Demokratie werden, die Migration nicht als Bedrohung, sondern als Teil ihres politischen Selbstverständnisses begreift?

Volker M. Heins stellt sein Buch „Sichere Häfen – Städte als Zuflucht" vor und zeigt, wie Städte in einer Zeit, in der Nationalstaaten Fluchtwege schließen und das Asylrecht aushöhlen, zu den entscheidenden Orten von Zuflucht, Demokratie und Freiheit werden. Nicht Staaten, sondern urbane Räume – Städte, Gemeinden, Nachbarschaften – tragen heute das größte Potenzial, Schutz, Teilhabe und ein faktisches Bleiberecht für Geflüchtete und Migrantinnen zu ermöglichen.

04
Mittwoch
07.10.26
19:00 Uhr

Sichere Häfen

Städte als Zuflucht

OrtCafe Klatsch, Marcobrunnerstraße 9, 65197 Wiesbaden

Veranstalter*innenSeebrücke Frankfurt, Resqship e.V., P.A.C.K., LinksRoom e.V. & Edition Nautilus

Lesung / GesprächVolker M. Heins

Der politische Kampf für Städte, die fliehenden Menschen Schutz bieten, vereint ganz unterschiedliche Akteurinnen – migrantische, feministische, religiöse und gewerkschaftliche Bewegungen –, die gemeinsam für eine inklusivere Gesellschaft eintreten. Doch wie sieht dieser Kampf genau aus? Inwiefern ist er ein Mittel gegen den anhaltenden Rechtsrutsch? Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gibt es zwischen Städten in den USA, Europa und Afrika? Und wie können Städte wie Frankfurt oder Wiesbaden zu Laboratorien einer Demokratie werden, die Migration nicht als Bedrohung, sondern als Teil ihres politischen Selbstverständnisses begreift?

Volker M. Heins stellt sein Buch „Sichere Häfen – Städte als Zuflucht" vor und zeigt, wie Städte in einer Zeit, in der Nationalstaaten Fluchtwege schließen und das Asylrecht aushöhlen, zu den entscheidenden Orten von Zuflucht, Demokratie und Freiheit werden. Nicht Staaten, sondern urbane Räume – Städte, Gemeinden, Nachbarschaften – tragen heute das größte Potenzial, Schutz, Teilhabe und ein faktisches Bleiberecht für Geflüchtete und Migrantinnen zu ermöglichen.

05
Mittwoch
07.10.26
19:30 Uhr

Kampf um Anerkennung

Wie der Frauenfußball in Hessen groß wurde

OrtFanhaus Louisa, Schwarzsteinkautweg 5 a, Frankfurt/Main

Veranstalter*innenFrankfurter Fanprojekt, P.A.C.K. & Societäts-Verlag

Lesung / GesprächMartina Knief

Vom belächelten Freizeitvergnügen zum professionellen Spitzensport: Der Frauenfußball hat in den vergangenen Jahrzehnten eine beeindruckende Entwicklung genommen. Doch dieser Weg war alles andere als einfach. Mit »Kampf um Anerkennung« legt die renommierte Sportjournalistin Martina Knief nun ein Buch über die bewegende Geschichte des Frauenfußballs vor, erzählt aus einer einzigartigen Perspektive – durch die Stimmen der Frauen, die den Sport geprägt haben. Mit feinem Gespür und großer Nähe porträtiert Knief jede ihrer Protagonistinnen: von den ersten mutigen Spielerinnen, die gegen Widerstände antraten, bis hin zu international erfolgreichen Fußballerinnen und Funktionärinnen, die den Sport entscheidend weiterentwickelten – bis heute.

Im Mittelpunkt des Buches stehen die Lebensgeschichten jener Frauen, die den hessischen – und damit auch den deutschen – Frauenfußball geprägt haben. Namen wie Lotte Specht, die 1930 in Frankfurt den ersten Damenfußballclub Deutschlands gründete, oder Heidi Herbst, die trotz Verbots einfach spielte, stehen stellvertretend für Mut, Hartnäckigkeit und Leidenschaft.

06
Mittwoch
07.10.26
20:00 Uhr

90 Jahre spanischer Bürgerkrieg – Eine andere Welt war möglich

Am Beispiel des Anarchisten Abel Paz

OrtCafé Rabe, Jordanstraße 3, Frankfurt/Main

Veranstalter*innenAV Verlag

Lesung / GesprächVeranstaltung zum Spanischen Bürgerkrieg

„Am 19. Juli 1936 begann die Hoffnung der Arbeiterklasse auf eine bessere Zukunft. 1939 wurde das einzigartige Experiment beerdigt. Die Totengräber waren der Stalinismus und der Faschismus. Die Demokratien haben die Schaufeln geliefert. Aber die Hoffnung konnten sie nicht begraben.“ – Abel Paz

Am Beispiel des Anarchisten Abel Paz erzählen wir an diesem Abend die Geschichte des Spanischen Bürgerkriegs.

07
Donnerstag
08.10.26
19:30 Uhr

Die verdrängte Pandemie

Linke Stimmen gegen den Pandemierevisionismus

OrtCafé ExZess, Leipziger Straße 91, Frankfurt/Main

Veranstalter*innenP.A.C.K. & Unrast Verlag

Lesung / GesprächFrédéric Valin

Seit der Aufhebung der staatlichen Schutzmaßnahmen macht sich in allen politischen Lagern ein Pandemierevisionismus breit. Die Gefahr, die vom Virus ausging und weiter ausgeht, wird kleingeredet, der Gesundheitsschutz als übertrieben bezeichnet oder sogar ins Lächerliche gezogen, die Notwendigkeit weiterer Prävention negiert, an Long Covid leidende Menschen werden stigmatisiert und die Bedürfnisse von vulnerablen Personen kommen in der Diskussion kaum mehr vor.

In diesem multidisziplinären Sammelband wird dem Revisionismus auf den Grund gegangen. Autor*innen und Wissenschaftler*innen aus den Bereichen Medizin, Evolutionsbiologie, Pflege, Arbeits- und Gesundheitswissenschaften, Gewerkschaftsarbeit, Philosophie, Politikwissenschaften kommen dabei zu Wort. Neben einer kurzen Sozialgeschichte der Pandemie werden auch die kapitalistische Seuchenproduktion, die Rolle des Staates während der Pandemie, die Zustände der Gesundheitssysteme, ideologische Kollateralschäden der Durchseuchung und die mangelnde Versorgung für Long-Covid- und ME/ CFS-Patient*innen behandelt.

Ausgehend vom Befund, dass die gesamte Pandemie hindurch Behindertenfeindlichkeit und Sozialdarwinismus eine tragende Rolle spielen, liegt ein Fokus auch auf der Frage, was geschehen muss, damit vulnerable Personen ungefährdet Teil dieser Gesellschaft sein können.

08
Donnerstag
08.10.26
19:30 Uhr

Der Kern ist unzerstörbar

Versuch einer Annäherung. Gespräche mit Monika Berberich

OrtIn der Au 14–16, Frankfurt/Main

Veranstalter*innenP.A.C.K. & Verlag immergrün

Lesung / GesprächColectivo Preguntando

Monika Berberichs Biografie berührt wichtige Aspekte linker Geschichte der letzten 70 bis 80 Jahre. Wie sich in den Gesprächen mit Monika Berberich gezeigt hat, stellten sich (junge) Linke in den 1960ern ähnliche Fragen wie heute.

Dieses Buch ist ein Bild unserer Auseinandersetzung mit Monikas Geschichte und der Frage, wie wir – in unseren Unterschiedlichkeiten – aus heutiger Zeit auf die damalige blicken. Daher ist dieses Buch kein Buch über die RAF im engeren Sinne, sondern über Monikas Leben und ihren politischen Kampf.

Die Autor*innen stellen ihr Buch und den Prozess dahinter vor und freuen sich auf eine gemeinsame Diskussion zu der Frage, wie eine Auseinandersetzung mit unserer Geschichte als radikale Linke aus heutiger Sicht aussehen kann.

09
Freitag
09.10.26
19:30 Uhr

Linkes Verlegen

Podiumsgespräch & Diskussion

OrtCafé ExZess, Leipziger Straße 91, Frankfurt/Main

Veranstalter*innenP.A.C.K. & Alibri Verlag, Edition Nautilus, Unrast Verlag & Verlag immergrün

Lesung / GesprächVerleger*innen Alibri Verlag, Edition Nautilus, Unrast Verlag & Verlag immergrün

Was bedeutet es eigentlich, ein linker Verlag zu sein? Wie spiegelt sich das Linkssein in Programmatik und Organisationsform wider? Vor welche Herausforderungen ist man gestellt und wo kommt man innerhalb des Kapitalismus an seine Grenzen?

Verleger*innen des Alibri Verlags, der Edition Nautilus, des Unrast Verlags und des Verlags immergrün berichten von ihrer Verlagsgeschichte, stellen ihre Konzepte und Programme vor und versuchen in einem lockeren Gespräch miteinander und mit dem Publikum, die Möglichkeiten, Grenzen und Perspektiven linken Verlegens auszuloten.

10
Freitag
09.10.26
19:30 Uhr

Fahrtenbuch

Berichte eines Hamburger Taxifahrers

OrtFriedensladen, Wittelsbacherallee 27, Frankfurt/Main

Veranstalter*innenDFG-VK Frankfurt, DFG-VK Bildungswerk Hessen, Galerie der abseitigen Künste & Galerie der abseitigen Künste

Lesung / Gesprächİlhami Akter

62 Fahrten. 62 Begegnungen, meistens nachts. Menschen auf der Durchreise:

Geschäftsleute, Intellektuelle, Betrüger, Schläger, Paranoiker, Kranke, Prostituierte, Künstler, Schwätzer – und Schweiger.

Zurück bleibt ihre Geschichte. Das Taxi wird zum fahrenden Erinnerungsort, manchmal sogar zum rollenden Beichtstuhl. İlhami Akter hält diese

Geschichten fest. Als Chronist der Großstadtnächte, als Zeuge des Unscheinbaren erzählt er von den kleinen, großen Momenten, in denen sich

das Leben zeigt: roh, echt, menschlich. Berichte über uns selbst.

Mit einem Vorwort von Thomas Rudhof-Seibert.

Nach „Verfolgung, Flucht und Solidarität. Ein kurdischer Bericht“, vorgestellt bei der GegenBuchMasse 2022, ist es das zweite Buch von İlhami Akter.

11
Freitag
09.10.26
19:00 Uhr

Feministischer Widerstand gegen Faschismus

Strategien der „re-existencia“ gegen die Autokratie des Hasses – Im Gespräch mit Luciana Peker

OrtDGB Jugendclub U68, Wilhelm-Leuschner-Straße 69–77, 60329 Frankfurt am Main

Veranstalter*innenLatinas Unidas

Lesung / GesprächLuciana Peker · Diskussion mit anschließender Party · Spanisch und Deutsch

Luciana Peker ist eine argentinische Journalistin und Schriftstellerin. Sie lebt zurzeit im Exil, um sich gegen die Morddrohungen der Regierung Javier Mileis zu schützen. Bei der gerichtlichen Untersuchung dieses Falls wurde die IP-Adresse identifiziert, und es stellte sich heraus, dass diese vom Gebäude Alas der Argentinischen Luftwaffe gesendet wurde. Dies weist auf mögliche Verbindungen zu politischen und geheimdienstlichen Sektoren der Regierung hin. Dies ist kein Einzelfall: Bereits am 1. September 2022 erlebte die ehemalige Präsidentin und Vizepräsidentin Cristina Fernández de Kirchner ein versuchtes Attentat. Diese Vorfälle verdeutlichen die Gefahr, die von rechtsextremen Hassreden in der Gesellschaft ausgeht. In Kirchners Fall wurde auf skandalöse Weise, unterstützt von der Judikative, versucht, diesen Vorfall auf Drängen der geistigen und finanziellen Drahtzieher zu vertuschen. Vor diesem Hintergrund überrascht die Entscheidung von Peker, ihr Land zu verlassen, nicht.

Luciana Peker hat über Jahrzehnte die negativen Auswirkungen des Patriarchats in ihrem Land angeprangert, indem sie Artikel über Femizide, häusliche Gewalt und die prekäre Situation von Frauen in Armut veröffentlicht hat. Sie war zudem aktiv an der Durchsetzung des Rechts auf Abtreibung (Gesetz 27610) beteiligt, ein Recht, das die feministische Bewegung in Argentinien errungen hat. Peker war außerdem Teil des Kollektivs „Ni Una Menos“ und wurde 2024 von CNN als eine der 30 Frauenrechtlerinnen und Verteidigerinnen des LGTBIQ+-Kollektivs weltweit anerkannt.

In ihrem neuen Buch „La odiocracia: Al fondo a la derecha“ (übersetzt: „Die Autokratie des Hasses: KI im Hintergrund der Rechten“, Libros del K.O. 2026) beschäftigt sich Luciana Peker mit dieser faschistischen Gewalt. Sie spricht von der Autokratie des Hasses (odiocracia), die von der extremen Rechten insbesondere gegen Frauenrechte verbreitet wird, und analysiert diese im Detail.

Am Freitag, den 9. Oktober 2026, kommt Luciana Peker nach Frankfurt. Sie wird ihr Buch „La odiocracia: Al fondo a la derecha“ (Libros del K.O. 2026) um 19 Uhr im DGB-Jugendclub U68, Wilhelm-Leuschner-Straße 69–77, 60329 Frankfurt am Main, vorstellen. Diese Veranstaltung wird von der feministischen, antirassistischen, antikolonialen und antifaschistischen Initiative Latinas Unidas organisiert. Die Veranstaltung findet auf Spanisch und Deutsch statt. Alle sind herzlich eingeladen!

12
Samstag
10.10.26
19:00 Uhr

Worüber wir streiten müssen

Konflikte, Spaltungen und Gemeinsamkeiten in der radikalen Linken

OrtCafé ExZess, Leipziger Straße 91, Frankfurt/Main

Veranstalter*innenP.A.C.K. & Unrast Verlag

Lesung / GesprächKarl Meyerbeer

Linke Politik ist geprägt von Konflikten: Zwischen Anarchismus und Kommunismus, Reform und Revolution, Kollektiv und

Individualismus, Antinationalismus und internationaler Solidarität. Wer sich links verortet, landet schnell in Debatten,

die so alt wie aktuell sind.

Das Büchlein »Worüber wir streiten müssen« bietet einen Überblick zu zentralen Konfliktlinien linker Theorie und

Bewegung. Es erzählt von historischen Auseinandersetzungen und heutigen Grabenkämpfen, benennt Unterschiede und

Gemeinsamkeiten – und versucht, einen Weg zwischen Beliebigkeit und Besserwisserei, zwischen Sektierertum und

Einheitsfront zu finden und dabei das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren: eine befreite Gesellschaft, in der ein

gutes Leben für alle möglich ist.

Die Buchvorstellung widmet sich der Frage, warum Linke so erbittert streiten, es geht um konkrete Konflikte und um ein

paar Vorschläge dazu, wie man besser streiten kann.

13
Samstag
10.10.26
19:45 Uhr

No border lasts forever

Geflüchtetenkämpfe in Zeiten des Rechtsrucks

OrtCafé ExZess, Leipziger Straße 91, Frankfurt/Main

Veranstalter*innenP.A.C.K. & edition assemblage

Lesung / GesprächWe`ll Come United

Das Buch ist im März 2026 als Sammelband mit Texten, Reden und Fotos in deutscher und englischer Sprache erschienen. Aus der Ankündigung: „Europa erlebt einen deutlichen Rechtsruck – Geflüchtete werden zunehmend zum politischen Feindbild gemacht. Doch in Deutschland, Europa und auf den Transitrouten in Afrika leisten sie Widerstand – sie kämpfen für ihre Rechte, ihre Würde und ihre Bewegungsfreiheit. Von Milliardenausgaben für Grenzsicherungen und rassistischen Gesetzen bis hin zu Abkommen mit autoritären Regimes versucht die europäische Politik, ´People on the Move` zu blockieren oder abzuschieben. Aber Geflüchtete organisieren sich und bilden transnationale Netzwerke wie ´We’ll Come United`, um sich gegen Isolation, Gewalt und Ungerechtigkeit zu wehren. Dieses Buch erzählt die Geschichte ihres Kampfes: von EU-finanzierten Misshandlungen in Libyen bis zu nächtlichen Abschiebungen aus deutschen ´Dublin-Zentren`, von den ersten Bewegungen in den 1990er Jahren bis zu den neuen antirassistischen Bündnissen von heute in ganz Europa und jenseits des Mittelmeers. Ein eindrucksvolles Zeugnis von Widerstandsfähigkeit, Solidarität und dem Kampf für Menschenrechte.“

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14
Samstag
10.10.26
20:30 Uhr

Politisierung Widerstand Stadtguerilla

in den 1970-80er Jahren in der Metropole

OrtCafé ExZess, Leipziger Straße 91, Frankfurt/Main

Veranstalter*innenP.A.C.K. & edition cimarron

Lesung / GesprächGisela Dutzi

„Wir haben etwas losgetreten, was die politische Situation radikal verändert hat“.

Vierzehn Aktivistinnen berichten von ihren Erfahrungen in linken revolutionären Kämpfen in der BRD in den 1970 und 80er Jahren. Sie reden von ihren Lernprozessen, der Verantwortung, den Niederlagen, auch der Freude und Leichtigkeit dieser Zeit, trotz großer Repression und vieler Jahren Knast.

Wie kannst du dich hier in den kapitalistischen Zentren organisieren? Was heißt Befreiung?

Mit diesen Fragen und vielem mehr haben sich die Frauen auseinandergesetzt und sind aktiv geworden im Kontext eines praktischen Internationalismus.

Die Texte sind ein Stück Realität dieser Zeit, authentische Berichte gegen die Desinformationen und sie sind Fragmente, die in Beziehung zu einander stehen, wie bei einem Puzzle, das erst als Ganzes ein Bild ergibt.

15
Samstag
10.10.26
21:15 Uhr

Systemstörungen

OrtCafé ExZess, Leipziger Straße 91, Frankfurt/Main

Veranstalter*innenP.A.C.K. & Immergrün-Verlag

Lesung / GesprächTom Schmieder

Für Markus Müller, genannt Mark, Aktivist in der linksradikalen Szene Westberlins der späten 1970er Jahre, war Heimat bislang keine relevante Kategorie. Ein unfreiwilliger winterlicher Aufenthalt in London, um behördlichen Nachstellungen wegen eines Handstreichs gegen den Oberstaatsanwalt für politische Straftaten, Maximilian von Erbe, zu entgehen, scheint das infrage zu stellen und ihn eines Besseren zu belehren. Das ändert sich schlagartig bei seiner Rückkehr in die Mauerstadt im Mai 1980, als ihm die vorgefundenen Umstände schonungslos klarmachen, dass Heimat der Ort ist, an dem dir die ganze Scheiße deines Lebens konzentriert um die Ohren fliegt.

Eine wilde Reise auf 500 Seiten durch die politischen Verstrickungen und skurrilen Absurditäten des geteilten Berlins.

16
Samstag
10.10.26
22:00 Uhr

Die Rechte der Natur

Fundament einer anderen Gesellschaft

OrtCafé ExZess, Leipziger Straße 91, Frankfurt/Main

Veranstalter*innenP.A.C.K. & Unrast Verlag

Lesung / GesprächAlix Arnold

Die Klimakrise macht unmissverständlich klar: Der Planet lässt sich nicht mit den Denkweisen retten, die seine Zerstörung hervorgebracht haben. Die Rechte der Natur geben darauf eine ebenso einfache wie revolutionäre Antwort. Sie begreifen die Natur nicht länger als Objekt der Ausbeutung, sondern als Rechtssubjekt – mit einem eigenen Recht auf den Erhalt ihrer Lebenszyklen und ihrer Integrität. Während es uns selbstverständlich erscheint, dass Unternehmen Rechte haben und diese vor Gericht einklagen können, stößt die Vorstellung, dass auch die Natur Rechte haben könnte, noch weitgehend auf Unverständnis.

Das Buch von Alberto Acosta (Ecuador) und Enrique Viale (Argentinien) erzählt die Geschichte dieser Idee: von den Wurzeln in indigenen Kulturen über die Verankerung in der Verfassung Ecuadors bis zu den weltweiten Kämpfen um ihre Anerkennung. Es zeigt, dass die Rechte der Natur weit mehr sind als ein juristisches Konzept. Sie markieren einen grundlegenden Perspektivwechsel und stellen eine Wirtschaftsordnung infrage, die Natur zur Ware macht und ihre Zerstörung systematisch vorantreibt.

Gegen die Sackgassen von „grünem Kapitalismus“ und vermeintlich „nachhaltiger Entwicklung“ entwirft dieses Buch die Rechte der Natur als Fundament einer anderen Gesellschaft. Denn: „Solange wir Menschen den Frieden mit der Erde nicht wiederherstellen, wird es für uns keinen Frieden auf der Erde geben.“

Die Übersetzerin Alix Arnold stellt das Buch vor.

17
Samstag
10.10.26
22:45 Uhr

Die große Mobilisierung

Die Bundeswehr von der Wiederbewaffnung zur Kriegstüchtigkeit

OrtCafé ExZess, Leipziger Straße 91, Frankfurt/Main

Veranstalter*innenP.A.C.K. & PapyRossa Verlag

Lesung / GesprächAK Antimilitarismus

Gigantische Rüstungspakete, ein nach oben offener Wehretat, ein fortwährender Appell an „Kriegstüchtigkeit“: Die Militarisierung hat an Fahrt aufgenommen wie seit Jahrzehnen nicht mehr. Dafür packt die BRD den ohnehin bereits massiv ausgehöhlten Sozialstaat auf den Metzgerblock und baut diesen zu einem autoritären Sicherheits- und Ordnungsstaat um.

Der Arbeitskreis Antimilitarismus hat sich zur Aufgabe gemacht, sich dieser Entwicklung entgegenzustellen. Er hat einen Sammelband herausgegeben, in dem sich 19 Autor*innen in 21 Beiträgen mit die Bundeswehr als einer maßgebliche Treiberin dieser Entwicklung auseinandersetzen. Dazu werden Schlaglichter auf verschiedene Facetten der bundesdeutschen Großmachtsinteressen am Beispiel der Bundeswehr

geworfen: Die Bundeswehr im Wandel und im Einsatz, ihre innere Arbeitsweise und Struktur als Garantin deutscher Macht. Ziel des Bandes ist es, der antimilitaristischen Bewegung Argumente und Analysen zur Verfügung zu stellen und sie damit für ihre antimilitaristische Praxis zu stärken.